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Eine Sekunde, ein Augenblick – RonnyDee´s Blog
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Eine Sekunde, ein Augenblick

Eine Sekunde ist für viele nur ein Augenblick, der meist nur am Rande wahrgenommen wird. Doch jede Sekunde ergibt eine Minute, jede Stunde, jeden Tag und letztendlich ein ganzes Leben. Wir haben die Möglichkeit erhalten jede Sekunde selbst zu gestalten, auf unsere Art und Weise zu betrachten und mit Emotionen zu befüllen. Kinder schätzen die Momente, die ihnen der Tag schenkt. Sie kennen noch keine Zeit. Für die ist die Zeit kein Begleiter, der ihnen etwas wegnimmt, sie stresst oder verärgert weil sie irgendetwas noch nicht geschafft haben.

Wenn man aber älter wird, dann spielt Zeit scheinbar eine immer größere Rolle. Wir „müssen“ noch so viele Dinge erledigen und dem Tag soviel Nutzen geben wie nur möglich. Wir wollen glücklich sein, wissen im Grunde aber gar nicht so genau was uns glücklich macht. Wir sind sosehr mit uns selbst beschäftigt, dass wir die Zeit die uns gegeben wird, leider oft damit verbringen an Dinge zu denken, die wir noch nicht haben oder auch niemals haben können. Alle Momente, alle Sekunden die als Kind noch so vielfältig und unbeschwerlich waren, sind nun zu einer Belastung geworden: „Wir müssen einkaufen“, „wir müssen arbeiten“, „wir müssen Rechnungen bezahlen“, „wir müssen jeden Tag aufstehen“, „wir müssen….“



Müssen wir aber wirklich?
Jede Sekunde ist kostbar. Jede Sekunde gibt uns die Möglichkeit Dinge zu tun, die wir uns selbst aussuchen dürfen. Wir sollten sie nur anders betrachten. Von kranken Menschen werden wir niemals Mitgefühl erhalten, wenn wir jeden Tag aufstehen müssen, denn sie würden es gerne tun, können es aber womöglich nicht. Menschen die jeden Tag mit Hunger konfrontiert sind, werden uns auch nicht auf die Schulter klopfen und Trost zusprechen, wenn wir für uns selbst und für unsere Familie etwas zu Essen kaufen und in einer Warteschlange an der Wursttheke oder an der Kassa warten müssen. Es wird uns kein Bettler einen Cent spendieren, wenn wir für den Luxus, den wir uns gönnen und nur allzu oft nicht zu schätzen wissen, einmal im Monat die Rechnung präsentiert bekommen. Und wie viele Dinge sind es, die wir eigentlich gar nicht benötigen, um Menschen zu beeindrucken die wir gar nicht so recht mögen und die uns wohl auch gar nicht richtig kennen, mit Geld das wir gar nicht wirklich besitzen?

Wir müssen nicht. Wir können.
Wir können die Dinge wieder so betrachten, wie früher. Situationen die so sind, wie sie sind. Von Grund auf ein Geschenk. Wir dürfen und können diese Situationen und die damit verbundene Zeit erleben. Es kommt niemand zu uns und sagt, dass das was passiert schlecht ist und verurteilt werden muss. Das macht jeder Mensch von selbst. So wie jedes Kind das Beste darin sieht. Das unterscheidet Kinder von Erwachsenen. Sie nehmen jede Situation so an, wie sie ist. Ohne Vorurteile, ohne Ängste, ohne Neid, ohne Belastung.

Im Grunde genommen haben wir das verlernt.
Wir ziehen uns zurück, wollen Dinge anhäufen, andere Leute imponieren, wollen unsere Ruhe oder perfekte Situationen haben. Wir wollen jeden Tag so, wie wir es uns vorstellen. Aber wir möchten so wenig wie möglich dazu beitragen. Schon gar nicht, wenn wir der Meinung sind, dass wir nichts zurückbekommen. Doch bekommen wir nicht schon von der Situation und der Erfahrung etwas zurück. Sind es nicht die außergewöhnlichen Geschichten, die wir dann später erzählen können und Leute aufschauen lassen? Ist es nicht so, dass doch jeder einzelne Mensch etwas dazu beitragen kann diese Welt freundlicher zu gestalten?

Warum erwarten wir es von unserer Partnerin oder unserem Partner, unseren Eltern, Kollegen und Chefs und auch Politikern dass diese Welt besser wird, das unser Tag so verläuft, dass wir glücklich und zufrieden werden? Die Wahrheit ist: Niemand ist dafür verantwortlich zu machen. Es ist eine Illusion an der wir festhalten, dass andere für unser Glück verantwortlich sind.

Dabei ist es ganz einfach glücklich zu sein:
Mache es anders als man es von dir erwartet.
In jeder Sekunde!

photo credit: *Light Painting* via photopin cc