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Möglicherweise ist es ja ein Ausweg – RonnyDee´s Blog
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Möglicherweise ist es ja ein Ausweg

Du läufst den ganzen Tag. Auf der Suche nach irgendwas, um auf andere zu vergessen. Stets deine eigenen Grenzen weiter auszubauen, ohne Rücksicht auf Verluste. Wir (ver)urteilen den ganzen Tag. Jede Situation lässt uns aufstöhnen, an unseren Nerven zerren, unseren Zorn stärken. Doch gegen wen eigentlich? Warum sind wir im Besitz der Gedanken und des Glaubens, zum Teil der tiefsten Überzeugung, dass wir etwas Besseres oder etwas Schlechteres sind? Warum glauben wir, dass wir besser sind, als Putzfrauen, Müllmänner, Politiker, einfache Arbeiter und Angestellte? Oder gar besser als Arbeitslose, Flüchtlinge oder beeinträchtige Menschen? Und warum glauben wir im nächsten Augenblick das wir soviel schlechter sind, als Ärzte, Richter, Berühmtheiten, Sportler oder Wissenschaftler? Sind wir nicht alle von Grund auf gleich?

Haben wir nicht alle das gleiche Bedürfnis nach Liebe, Anerkennung, Respekt und Meinungsfreiheit?

Wieso untergraben wir dann unser tägliches Bedürfnis und verurteilen jene, die es stillen möchten? Ist nicht jener mit Anerkennung zu überschütten, der den Mut aufbringt aus dem Trott des Alltags und der Gewohnheit auszubrechen um das zu erhalten, was ihm wichtig ist? Wovor haben wir Angst, dass wir solche Leute stets kritisch betrachten und verurteilen? Was würden wir denn an der Stelle des Anderen tun? Würden wir uns verstecken um nicht aufzufallen? Würden wir das System akzeptieren, dass uns auf kleiner Flamme köcheln lässt, damit unser Potential in unserem Inneren eingesperrt bleibt?

Ist es nicht die Angst vor dem Unbekannten, die tief in uns schlummert? Vor der möglichen Macht etwas zu ändern, dass uns tagtäglich nervt, ärgert oder unsere Kräfte raubt?

Unsere Gedankenmuster bestehen daraus, dass wir nichts wert sind, aber doch irgendwie besser als andere Menschen. Das beruhigt uns. Das wiegt uns in Sicherheit. Wir sind groß genug irgendwie akzeptiert zu werden, sofern wir uns an die Spielregeln halten. Aber wir sind so klein, dass unsere Stimme nicht erhört wird. Was wir tun hat keine Wirkung in dieser großen Welt. Mit so vielen Milliarden Menschen. Was sollen wir da schon ausrichten? Welche Veränderung sollen wir da schon anstoßen können?

Es ist unsere tiefste Befriedigung wenn wir jeden einzelnen Tag überleben. Ihn bewältigen zu müssen wird uns täglich von allen Medien in Erinnerung gerufen. Montage sind verdammt dazu, unsere Zeit zu stehlen. Uns zu belasten. Wir kämpfen, um schnellstmöglich zum nächsten Wochenende oder Feiertag zu gelangen, dessen 86400 Sekunden wir wieder damit verbringen, den nächsten Arbeitstag zu verfluchen. Wir alle sind tief im Inneren doch so arme Geschöpfe. Unsere Zeit ist so sehr beschränkt und doch dauert jeder Tag so lange, um wieder „Freizeit“ und „Spaß“ erleben zu dürfen. Und wenn wir ihn endlich haben, dann ist es doch so ungerecht. Denn die Zeit verfliegt so schnell wenn wir Glück und Freude erleben.

Was würdest du also tun, wenn du so viel Zeit hättest wie du willst? Was würdest du tun, wenn du dein Ablaufdatum auf Minute genau kennen würdest? Würdest du dich dafür entscheiden, anders zu leben? Anders zu sein? Deine Menschen mit mehr Respekt und Anerkennung behandeln? Oder würdest du genauso viel Energie und Zorn in Dinge stecken, die du im Grunde genommen nicht ändern kannst? Oder würdest du kleine Dinge vielleicht anders tun, damit es dir und anderen besser geht?

Was ist es, dass dich scheinbar glücklich macht?

Ist es das Auto dass zu 80% der Bank gehört und dein monatliches, schwer verdientes Geld auffrisst oder ist es die Gesundheit deiner Familie und die Tatsache dass du Zeit mit ihnen verbringen und Momente für die Erweiterung deiner Erinnerungen erleben kannst? Ist es der 25 Zoll Fernseher mit HD Qualität oder sind es jene Menschen die dir die Hand reichen, wenn es dir schlecht geht? Sind es die Markenklamotten und Designerschuhe oder die Gewissheit dass eine kleine Spende, egal ob Sach- oder Geldspenden, eventuell tausenden Menschen aber zu 100%iger Sicherheit einem Menschen helfen könnten?

Tief im Inneren kennen wir die Wahrheit. Aber trotzdem sind der Meinung, dass es die Konsumgüter sind, die unser Verlangen nach Glück und Zufriedenheit befriedigen. Und in einer Zeit, in der wir dann kurz unsere Aufmerksam lenken, auf Leute die schlechter (dran) sind als wir, da keimt ein Funke von Neid auf. Kinder die an einer unheilbaren Krankheit leiden, Menschen die in größter Armut leben, jene Leute mit denen wir im Grunde genommen gar nicht tauschen wollen, die wir aber beneiden für das Glück und die Zufriedenheit, die sie für jeden gewonnen und erlebten Tag ausstrahlen…

Sie haben ihr Bedürfnis nach Liebe, Anerkennung, Respekt und Meinungsfreiheit gestillt. Sie leben im Moment. Für sie gibt es kein später. Denn später könnte bereits unendliche Stille vorherrschen. Später könnten sie nur noch eine Erinnerung sein. Welche Erinnerung wirst du sein? Welches Leben beneidest du und was wäre notwendig, damit du es auch hättest? Oder ist dieser Neid gar nicht deiner, sondern ein suggerierter Neid der Gesellschaft?

Wie auch immer…
Am Ende… was zählt das schon?

Möglichweise ist es ja ein Ausweg, der zu sein der man sein will. Nicht der, der man sein muss oder sein sollte. Am Ende.. da gibt es nur einen Ausweg. Wähle jenen, der für dich am schlüssigsten ist, aber verlange bei der Abrechnung keine neue Chance.

Am Ende… sei eine Erinnerung die viele Menschen im Herzen tragen!

photo credit: Guy Fawkes via photopin cc

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