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Ich wünsche mir ein neues Facebook, oder? – RonnyDee´s Blog
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Ich wünsche mir ein neues Facebook, oder?

Facebook hat wieder einmal seine AGBs geändert. Klarerweise nicht zum Vorteil des Users bzw. Kunden, denn deren lächerlicher Datenschutz ist nun noch mehr zum Ausschlachten freigegeben. Aber wen interessiert’s? Richtig, niemanden. Da sich auch niemand damit auskennt und es auch keine Alternativen zu diesem Giganten gibt.

Keine Alternativen?

Nein. Es gibt Google+, doch die nehmen es mit dem Datenschutz auch nicht sooo ernst. Wieso auch? Daten sind Kapital. So wie du erwartest, dass bei 10dag Extrawurst auch mindestens 10dag Extrawurst enthalten sind, erwarten Google, dass bei jeder Anmeldung auch so viele Daten eingetragen werden, dass man damit arbeiten kann. So wie Facebook, Twitter, Instagram oder wie sie alle heißen.

Und sonst?

Ja sonst ist das ungefähr so wie beim Untergang der Titanic (für alle die nach 1999 geboren wurden: Das war ein großes Schiff, dass als unsinkbar galt und 1912 den Atlantik (der Ozean zwischen Europa und Amerika) überqueren wollte und bei seiner ersten Fahrt mit einem Eisberg kollidierte und unterging. Fazit: ca. 1.500 Tote und ein neu erschaffener Mythos). Bei der Titanic hatte man Luxus und Prunk im Überfluss. Gewisse Features sah man als Standard an obwohl man eigentlich nur wenige davon brauchte. Dafür verzichtete man auf wichtige Features wie z.B. genug Rettungsboote oder Schwimmwesten (in unserem Fall sind das Datenschutz und die eigene Datenhoheit). Das merkt man allerdings erst dann, wenn der Ernstfall eintritt. Bei der Titanic war das der 15. April 1912. Wann es bei uns der Fall ist, lässt sich (leider) noch nicht abschätzen… doch ich schweife ab.

[dropcap]D[/dropcap]iese liebgewonnenen Standards fehlen nun in diesen Alternativ-Facebook-Klonen. Weil man z.B. der Meinung ist, dass man kein Facebook kopieren will. Oder man möchte ganz andere, neue (!) Wege gehen. Quasi wie ein Jugendlicher, der alle 2-3 Tage eine Leberkässemmel verdrückt hat und zehn Jahre später sich nur noch von gerösteten Gemüse ernährt. Der genießt sein Leben sicher auch, da er ja neue Wege gegangen ist 😉

Bitte entschuldige den Sarkasmus, aber da zweifle ich doch manchmal sehr am Wesen des Menschen. Aber bitte… jedem dass seine. Ich habe nun bereits einige neue SocialNetworks getestet. Unter anderem ello.co, freisein.de oder path.com, wie auch wirbauern-online.at

Fazit: Alles schöne Ansätze. Wirklich.
Aber meines Erachtens keine Konkurrenz für Facebook oder Google+. Warum nicht? Das möchte ich ganz kurz erläutern:

ello.co

Diese Plattform ist zurzeit nur via Einladung zugänglich.
Ich habe mich im Herbst 2014 angemeldet und nun endlich Zutritt erhalten. Doch erwarten kann/braucht man sich nicht viel. Ello möchte alles auf Minimalismus setzen. Also so wenig Schnickschnack wie möglich. Kein Liken, keine Werbung, kein nichts. Denn Kontakte zu finden und interessante Statusupdates zu erhalten kann hier zu einer Odyssee werden. Es sind wenig Personen angemeldet und von diesen sind wiederum nur ganz wenige wirklich aktiv. Manche User verwenden sogar 1:1 dieselben Eingabemuster wie auf Facebook oder Twitter. Das hat zur Folge, dass z.B. Posts einen Hashtag aufweisen der aber klarerweise keine Funktion auf Ello hat. Sieht nicht nur blöd aus, sondern ist auch blöd. Denn mit so einer Funktion könnte man z.B. relevante Posts oder Benutzer finden…

Mein persönliches Fazit: Ich denke, dass Ello (sofern es nicht bald die Kurve kratzt) einfach versumpfen wird. Der derzeitige Minimalismus ist meines Erachtens übertrieben und hat mit SocialNetworks nicht mehr viel am Hut.

freisein.de

Diese Plattform ist für jeden zugänglich.
Man kann sich hier auch entsprechend austauschen und die Software ist quasi in einer ständigen Entwicklung (das hat Vorteile und Nachteile). Wie man im Domainnamen sehen kann, handelt es sich um eine deutsche Software. Demzufolge sind auch (einige) deutsche Benutzer auf dieser Plattform aktiv. Man kann „Räume“ erstellen und entsprechend befüllen bzw. dessen Aufgabe auch festlegen: Ist es ein Blog, ein Forum oder was auch immer.

Und dann kann man dort noch… Freundschaften schließen, Nachrichten schreiben und ja… Text formatieren. Doch das war´s dann leider auch schon. Ach ja, und man kann die Plattform finanziell unterstützen. Wenn man das tut dann erhält man ein Sternchen neben seinem Usernamen. Auch nett.

Ansonsten wars das auch schon. Man kann seine Dinge posten, hoffen dass es jemanden interessiert und dann darüber diskutieren. Mehr oder weniger.

path.com

Von der Einleitungsseite her, also dort wo path.com kurz erklärt wird, klang alles vielversprechend. Doch nach einer Anmeldung via Browser war dann Schluss. Denn path.com funktioniert nicht via PC sondern nur per mobiler Endgeräte mittels App. Somit hat sich das Ding gleich selbst ins Knie geschossen und fliegt in hohem Bogen aus dem Blickfeld meiner Aufmerksamkeit.

Tja…

dann gabs da auch noch www.wirbauern-online.at

Dieses Sozial Network, dass Facebook meiner Meinung sehr nahe kommt, startete im Jahre 2012 (siehe futurezone.at Bericht). Mehr als 5.000 Mitglieder zählte man innerhalb von 14 Tagen. Heute, gut 3 Jahre später ist es ruhig geworden um das Netzwerk. Man kann sich ja selbst ein Bild machen, da einige Bereiche auch ohne Registrierung zugänglich sind. Dann findet man Statusupdates aus dem Jahre 2012 und 2013 und dann nahezu nichts mehr. Ein „harter“ Kern bewegt sich nach wie vor auf der Plattform, doch meines Erachtens hat dieses Netzwerk sein Ziel nicht im Entferntesten erreicht.

[dropcap]U[/dropcap]nd das ist genau das was ich meine… wir brauchen etwas Besseres als Facebook und Google+. Doch er auch immer sich an dieses Vorhaben wagt, scheitert innerhalb von ca. 3 Jahren. Die wenigen User die dann das aufgebaute Netzwerk und die Software nutzen, verursachen eher Kosten (durch Serverbetrieb) und Aufwand (durch Fehlerbehebungen). Aber letztendlich ist es ein Fass ohne Boden.

Wir wünschen uns also… was genau?

Meines Erachtens gibt es gewisse Dinge, die ein soziales Netzwerk haben MUSS. Nicht kann oder soll, sondern muss. So ähnlich wie ein Airbag und Sicherheitsgurte bei einem Auto. Das war vor 40 Jahren auch mal ein nettes Feature, im Jahre 2015 möchte man darüber nicht mal mehr reden, es ist einfach mit dabei. Bei Nebelscheinwerfer z.B. sind wir heutzutage noch nicht so ganz im Standardbereich angelangt, die werden noch beim Kauf erfragt und für teures Geld in Rechnung gestellt.

 Dinge die ein soziales Netzwerk haben muss

  • Einfache Registrierung mit wenig Angaben
    Die Registrierung via E-Mail, Facebook, Google+, etc. ist mittlerweile ein üblicher Standard. Sprich diese Art der Registrierung muss auch unterstützt werden. Gefolgt von verpflichtenden Angaben wie Nickname und E-Mail Adresse, gefolgt von optionalen Angaben wie Geschlecht, Geburtsdatum, Ort & Land, etc. – Warum auch geographische Angaben? Ganz einfach, um so z.B. den Content (also Inhalt) auch sprach- bzw. länderspezifisch steuern/filtern zu können – Alles jedoch freiwillig (!) – solange man das z.B. nicht gemacht hat, sieht man viele Beiträge in vielen Sprachen.
  • Daten & Privatspähre
    Alle Daten bleiben in der Hoheit des Users. Sprich, man kann sein Profil ganz leicht deaktivieren und auch löschen. Ohne 20 Sicherheitsabfragen. Jeder Beitrag, jedes Foto, jede Meldung kann jederzeit angepasst werden: Von der Sichtbarkeit bis hin zum endgültigen Löschen desselbigen. Jederzeit. Endgültig. Ohne Ausnahme. Es wird kein Recht übertragen und kein Missbrauch vorgenommen. Man kann alle seine Daten downloaden und auch zu einem späteren Zeitpunkt wieder uploaden (ausgenommen Kommentare zu anderen Beiträgen).
  • Freunde, Bekannte und Follower
    Jeder hat sie, jeder möchte sie… aber sie sind eben nicht alle das Gleiche. Manche Dinge möchte ich nur mit engsten Freunden oder Arbeitskollegen austauschen. Andere Dinge kann z.B. auch die ganze Welt erfahren. Dies muss einstellbar sein. Zusätzlich sollte es auch möglich sein, dass das System versteht, mit wem ich interagiere. Sprich habe ich z.B. 120 Freunde in meiner Liste und teile über ein Jahr lang Beiträge mit ihnen, so soll das System auch merken, wer gar nicht mit mir interagiert und dessen „Beziehung“ herunterstufen bzw. auch zum „Entfreunden“ vorschlagen. Soziale Netzwerke leben von sozialen Aktivitäten… wer nichts beiträgt, sollte auch nichts mehr bekommen.
    Diese „Beziehung“ bzw. deren Werte (von 1-100) kann man natürlich auch bei jedem seiner Kontakte einsehen und entsprechende Schritte einleiten (Kontakt „wiederbeleben“, Kontakt entfernen, etc.)
  • Beiträge & Meldungen
    Man kann/darf alles veröffentlichen… und erhält Feedback darüber. Wer deinen Content (Meldungen, Fotos, Videos, etc.) sehen kann, kann dir auch sagen was er davon hält. Und wenn das Feedback so ausfällt, dass es 80% deiner Follower nicht interessiert hat, dann solltest du dir etwas überlegen. Entweder deine Follower austauschen oder höherwertigen Content liefern. Die Entscheidung liegt bei dir… aber es gibt im Leben auch nicht nur „Likes“.
  • Fotos, Videos, Stories
    Wenn man etwas sozial verbreiten möchte, dann soll man das einfach tun können. Viele neue Netzwerke lassen nur umständlich den Austausch von Bildern, Videos oder Texten zu. Warum? Wenn mich etwas beschäftigt, sollte ich es auch mitteilen können. Ganz einfach und unter Berücksichtigung der zwei genannten Punkte zuvor. Dadurch gibt es keinen „Spam“ und keine nervenden Beiträge. Angezeigt wird, was gefragt ist und was einen interessiert (ganz egal in welche Kategorie (!) das einzuordnen ist)
  • Vorlieben, Hobbies & Eigenschaften
    Wer über sich etwas preisgeben will, kann das mit ruhigem Gewissen tun. Tut man das, werden neue Themengebiete (z.B. via Hashtags oder Interessensgruppen) zugänglich. Tut man das nicht, dann sieht man diese eben nicht. Hatten wir ja schon mal: Man bekommt nur etwas, wenn man selbst etwas gibt.
  • Entwicklungen & KnowHow
    Man muss sich in einem Netzwerk auch weiterentwickeln können. Lernst man gerade eine neue Sprache? Perfekt, du erhälst Support von anderen Usern die dich unterstützen und begleiten. Du kannst deinen Erfolg mitverfolgen, Meilensteine setzen und es werden dir Leute vorgeschlagen, die angegeben haben, dass sie in dieser Sprache Support leisten wollen. Egal was es ist, das soziale Netzwerk fängt dich auf und lernt mit dir.
  • User- / Kundenorientierte Weiterentwicklung
    Der Kunde ist König. Wenn er etwas nicht will, dann bekommt es das Soziale Netzwerk auch nicht. Jeder User kann „demokratisch“ darüber abstimmen, welche Neuerungen das System bekommt und welche nicht. Eine Zwangsabstimmung gibt es nicht, wer von seinem Stimmrecht kein Gebrauch macht, hat eben Pech gehabt (ebenfalls wie im richtigen Leben – lustig oder?)
  • Keine Grenzen
    Einbindung von anderen gängigen Systemen wie Typo3, WordPress, HTML5 APIs und so weiter und so fort. User sollen mit dem Netzwerk arbeiten können. Gibt es eine Statusseite deines Profils… perfekt, du kannst Inhalte übernehmen, anpassen und auf deiner Webseite anzeigen. Einmal aktualisieren, zig Systeme ansprechen. Jeder User hat selbst die Kontrolle. – Zusätzlich ist das System zugänglich für Leute mit Sehbehinderungen, Leseschwächen, etc. – Nicht du passt dich an die Software an, sondern die Software an dich.

[dropcap]T[/dropcap]ja… das sind mal grob meine Ideen für ein wirklich neues Social Network. Das sind aber bei weitem nicht alle Ideen. Doch wieso sollte ich dich damit niederquasseln? Du bist ja mit Facebook und Co mehr als zufrieden. Die AGB Änderungen hast du sowieso nicht verstanden bzw. sind diese in spätestens 2 Wochen schon wieder vergessen. Warum also was neues? Was besseres? Warum eigentlich stets diesen ganzen Brei immer und immer wieder neu aufwärmen?

Sag es mir.
Es ist eine Aufforderung an dich. Nicht an deinen Nachbarn, deinen Kollegen oder sonst wen. An dich. Sag mir, was du darüber denkst. Warum nimmst du das so hin wie es ist und versuchst nicht an etwas neuem, an etwas besserem mitzuwirken? Ich wäre bereit dafür 🙂

photo credit: Uramaki per illy via photopin (license)

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