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Carsharing – Gefällt mir – RonnyDee´s Blog
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Carsharing – Gefällt mir

Unser heutiges Zeitalter ist ja mehr als bequem. Man kann einkaufen wann man will. Man kann innerhalb kürzester Zeit Distanzen überwinden, für die früher eine ganze Generation drauf gegangen wäre, um diese Kilometer zurückzulegen. Sogar das Auto waschen ist eine eigene Disziplin unter Männern geworden. Carbon wurde nur deshalb erfunden, weil so mancher bereits ein Loch in sein Auto geputzt hat. Würden diese Männer auch zu Hause so putzen, so gäbe es alle 6 Monate eine Meister Proper Weltmeisterschaft anstatt des tagtäglichen BigBrother- und Frauentausch-Wahnsinns wo man mit verdreckte Buden und ungepflegte Menschen konfrontiert wird.

Nun ja, doch jeder scheinbare Vorteil hat ja auch einen sichtbaren Nachteil.
Und wenn man nun das durchschnittliche Gewicht eines Mittelklassewagens in Kilo heranzieht, so hat man auch eine ungefähre Abschätzung wie viele Nachteile so ein Gefährt mit sich bringt. Denn der Faktor ist dafür 1:1. Im Durchschnitt. Bei manchen liegt er sogar bei 1:3, also 1.500kg = 4.500 Nachteile. Doch was ist das schon im Vergleich zu mancher Partnerin oder Partner? Da ist das Verhältnis ja oft viel höher… 1:15 ist da quasi unterer Durchschnitt. 60kg Lebendgewicht einer Frau sind an die 900 Probleme, bei Männern mit 90kg Lebendgewicht reden wir sogar von 1.350 Macken und Problemen. Also frage doch das nächste Mal deine Partnerin/deinen Partnerin durch die Blume wie schwer sie/er ist und rechne mit dem Faktor 15. Die Liste kriegst du wahrscheinlich mit Leichtigkeit voll.



Doch zurück zum Lieblingsspielzeug von Männern und mittlerweile auch Frauen. Das Auto.
Kaum noch wegzudenken. Jeder hat eines. Jeder muss eines haben. Auch wenn es für rund 300 Tage im Jahr nicht wirklich benötigt wird. Es ist trotzdem ein gutes Gefühl ein Auto sein Eigen zu nennen. Immerhin wird man dann nicht als Öko abgestempelt. Oder noch schlimmer, als Aussteiger. Diese Leute boykotieren ja das System wo es geht. Ganze Wälder konnten bereits durch diese Gruppierungen gerettet werden, die nun nutzlos in der Gegend rumstehen. Eine Shopping City würde sich dort allemal besser machen… zudem es davon ja noch nicht so viele gibt. Im Verhältnis zu Bäumen meine ich.

Wenn man nun also so ein klassifizierter Öko oder Aussteiger ist wie ich, also einer der seit sage und schreibe über 2 Jahren kein eigenes Auto mehr besitzt, der wird auch in einer Großstadt wie Graz manchmal vor gewissen Herausforderungen gestellt. Ich meine, ja gut man kann natürlich das Ikea-Regal mit geschätzten 200kg per Bim nach Hause transportieren. Klar. Man kann auch warten bis die ÖBB bessere Verbindungen in die Obersteiermark verlegt, damit ich meine Familie besuchen kann. Aber manchmal hat man eben keine 45 Jahre Zeit oder will nur wegen ein paar Möbeln nicht wie Arnold Schwarzenegger persönlich aussehen. Man möchte hin und wieder auch mal ein Auto nutzen.
Ich höre ja die Kritiker schon wieder schreien: „Aussteiger, Öko… und Auto in einem Satz. Das geht gar nicht.“
Ja klar geht das nicht. Aber ich bin auch kein Aussteiger oder Öko. Ich habe nur erkannt, dass ein eigenes Auto in Graz mehr Probleme verursacht, als sich ein fremdes Auto auszuleihen. Legal natürlich.


Und genau das bietet Carsharing 24/7.
Ganz einfach, sehr problemlos und verdammt komfortabel.

Zugegeben, anfangs dachte ich mir wirklich ob das dafür steht, ob das Leute wirklich machen und ob das nicht zu kompliziert sei. Doch vergangenes Wochenende habe ich es getan. Ja, ich war so mutig, hab mich registriert und mir ein Auto ausgesucht. Und weil ich so ein Draufgänger bin, habe ich das gleich für das ganze Wochenende gemacht. Verdammt mutig, oder?

Doch wie ist so der Eindruck von so einer Community? Von so einer ganz anderen Art ein Auto zu mieten?

Die Registrierung

Nun, man kann sich schnell registrieren. Ein paar Datenfelder ausfüllen und fertig. Um auch einen Hauch von Ehrlichkeit an die potentiellen Vermieter zu vermitteln, klatscht man auch ein Profilbild rein und lässt sein Profil via Online Signatur verifizieren. Eine Handynummer und E-Mail Adresse erleichtern das Leben in der Community extrem, da diese Daten auch beim „Mietvertrag“ aufscheinen und somit eine Kontaktmöglichkeit zwischen Mieter und Vermieter vorhanden ist.

Die Reservierung

Ein Auto kann man via Google Map oder PLZ Suche bzw. eigenen Suchmöglichkeiten finden. Recht praktisch, da auch die Entfernungsangabe zum ungefähren Stellplatz ersichtlich ist. Daten des Autos, also PS, Baujahr, Marke & Type, etc. sind selbstredend vorhanden und ermöglichen somit eine genaue Eingrenzung des benötigten Fahrzeugtyps. Die Preise pro Tag variieren hier vor allem je nach Typ des Autos. Einen kleinen 3 Türer kann man schon um ca. EUR 20,- ausborgen. Je größer bzw. leistungsstärker das Auto, desto höher der Preis.

Hat man nun ein Auto gefunden, so kontaktiert man den Vermieter mittels Nachricht und fragt um eine Reservierung an. Das natürlich möglichst genau, da man sonst a) Endlosdiskussionen führt und b) womöglich aneinander vorbei redet.

Ist man sich einig geworden, dann gilt es noch eine Versicherung für den jeweiligen Nutzungszeitraum abzuschließen. Diese ist zur Zeit leider, meiner Meinung nach, etwas teuer. Mit EUR 5,-/Tag Minimum muss man somit noch rechnen. Doch ohne Versicherung geht eben nichts.

Die Übergabe

Die Übergabe macht man sich am besten per Telefon aus. Denn in meinem Fall war das Auto z.B. nicht dort, wo es laut Plattform hätte stehen sollen. Das ist übrigens auch das einzige Manko das ich soweit entdecken konnte. – Wenn man sich aber zusammengefunden hat, dann geht es recht flott: Fahrtenbuch ausfüllen, kurze Erklärung über das Auto (Kraftstoff, Vignette, Verbandskasten, Notfallnummern, usw.), Schlüsselübergabe. Fertig.

Die Rückgabe

Die Rückgabe verläuft ähnlich wie die Übergabe. Ein kurzes Telefonat um herauszufinden wo der Vermieter/die Vermieterin sein/ihr Auto ungefähr geparkt haben will, ob er/sie auch Zeit hat und warten bis er/sie auch vor Ort ist, damit das Auto wieder übergeben werden kann.

Die Bezahlung

Die Bezahlung des Autos an die Vermieterin/den Vermieter passiert entweder bei der Übergabe oder bei der Rückgabe in Bar. Die Versicherung selbst wird von der Carsharing 24/7 Plattform mittels z.B. Kreditkarte abgebucht. Das Auto wird übrigens meist vollgetankt übergeben und muss auch so zurückgegeben werden.

Fazit

Berechnet man die ungefähren Unterhaltungskosten für ein Auto pro Monat, die sich bei einem Peugeot 308 auf rund EUR 330,- belaufen (das sind die niedrigsten Kosten überhaupt, siehe Focus.de), so kann ich mir für den gleichen Betrag mittels Carsharing 24/7 im Schnitt 6x ein Auto für ein ganzes Wochenende ausleihen. Je Monat wohl gemerkt. Da ich das aber kaum brauche, spare ich mir da bares Geld, lerne neue Leute kennen und kann quasi jeden Fahrzeugtyp fahren, den ich möchte. Cool, oder?

By the way… der Faktor 1:1 oder gar 1:3 ist hiermit nicht mehr anzuwenden. Eher wohl 2000:1, denn egal wie schwer das künftige Leihauto ist, das einzige Problem das in Frage kommen könnte, wäre der richtige Zeitraum der Verfügbarkeit. Und dieses Problem kann durch vorzeitige Suche und Reservierung auch noch eliminiert werden.


Wer also auch Lust bekommen hat… ich mein um Autos auszuleihen oder eben zum Verleih anzubieten:
Hier geht’s zur Webseite

Hast du auch Erfahrungen mit Carsharing? Dann immer her mit den Kommentaren.
Ich freue mich auf dein Feedback 🙂